Schließe abends alle Wasserhähne, stoppe Spül- und Waschmaschinenprogramme und notiere beide Zählerstände – mechanisch und digital, falls vorhanden. Berühre nachts keine Zapfstellen. Vergleiche morgens die Werte. Jede Differenz zeigt Verbrauch ohne Nutzung. Wiederhole den Test zwei Nächte, um Schwankungen auszuschließen, und prüfe anschließend selektiv Bad, Küche und Gartenleitungen.
Achte auf ein leises Zischen im WC-Spülkasten, feuchte Silikonfugen ohne ersichtliche Ursache, stockige Gerüche in Schränken, ungewöhnlich warme Bodenstellen über Leitungen und zarte Kalkfahnen an Armaturen. Zusammengenommen deuten sie oft auf schleichende Verluste hin. Dokumentiere Beobachtungen mit Fotos, um Veränderungen zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu planen.
Unter der Spüle verbergen sich Schellen, Siphons, Filter und flexible Schläuche, die mit der Zeit minimal nachgeben. Lege Küchenpapier unter Verbindungen, prüfe auf dunkle Ränder oder weiche Stellen im Holz. Kontrolliere den Perlator auf Spritznebel, der seitlich austritt, und inspiziere Kühlschrank- und Spülmaschinenzuläufe regelmäßig, besonders nach Transport oder Renovierungen.
Reduzierst du von 12 auf 8 Liter pro Minute, sparst du pro achtminütiger Dusche 32 Liter. Bei drei Personen und fünf Duschgängen pro Woche sind das monatlich mehrere Badewannen voll. Warmwasser kostet zusätzlich Energie, also sinken auch Strom- oder Gasrechnungen spürbar. Notiere Startwerte, vergleiche Monatszählerstände und nutze Diagramme, um Fortschritte sichtbar zu machen.
Ein Tropfen pro Sekunde wirkt unbedeutend, ergibt jedoch pro Tag mehrere Eimer und pro Jahr weit über zehntausend Liter, abhängig von Tropfgröße. Neben Wasserkosten steigen Abwasser- und Energiekosten, wenn Warmwasser betroffen ist. Behebe kleine Undichtigkeiten frühzeitig, denn der Materialtausch kostet meist weniger als die unbemerkte Dauerbelastung über Monate.
Achte auf anerkannte Prüfzeichen und Durchflussangaben seriöser Hersteller. Orientierung bieten Wasserlabel und nationale Zulassungen, die Grenzwerte, Geräuschklassen und Hygieneanforderungen definieren. Einige Kommunen fördern wassersparende Modernisierungen oder beraten kostenfrei. Erkundige dich lokal, sammle Belege und kombiniere Maßnahmen sinnvoll, um Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen und langfristig Vorteile zu sichern.